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LoDo II


Tja, Leute, ich befürchte fast und ahnte es bereits schon eine Weile, der LDL (Leser*Innen meiner letzten Kolumnen kennen diese Abkürzung, denn sie steht für LockDownLight) wird wohl a) nicht ausreichen und b) verschärft sicher auch noch deutlich länger gelten müssen.

Okidoki Artischocki, da steht uns wohl LoDo II (LockDown II) bevor. Und was heißt das für uns alle, in allen Belangen? Nein, nein, wir füllen jetzt nicht wieder panisch unsere Klopapier-und Konservenvorräte auf. Erwartet hatte ich gestern Abend klare Aussagen aus der Bund-Länder-Konferenz. Aber, umso erstaunter musste ich in der Pressemitteilung hören, dass es keine Einigung gäbe, sondern man 10 weitere Tage abwarten wolle, Schulen & Kitas jedoch aufbleiben sollen. Aha. Der Rest – Bitten & Appelle an die Bevölkerung. Nun – da haben wir ja bereits in den vergangenen Wochen einiges an (Anm. d. Red. verrückten) Aufbegehrens erfahren dürfen … Zugleich hoffe ich noch immer so sehr, dass sich die Menschen daran halten, damit das alles endlich aufhören kann. Wir wollen doch alle unser Leben zurück und ich nehme mal kackfrech an, dass niemand die “neue Realität” besser findet? Ich finde sie jedenfalls doof.

Wir alle sorgen uns um die Verwandten, vermissen schon jetzt die heimelige Adventszeit, denken an das geliebte Weihnachen und an Silvester (naja – das wiederum ist nun nicht mein Favorit – aber kann man sich ja nicht aussuchen). Zurecht. Wie soll das nun gehen? Was soll das werden? Impfstoff? Impfzentren? Ja, sicher, bald, irgendwann, aber wann und ob schon im ersten Quartal 2021? Manchmal grübele ich, wie all das nur passieren konnte und frage mich, ob das nicht doch nur ein dystopischer Film ist, der hier gerade läuft. Denn nur aus solchen Blockbustern kenne ich solch crazy Szenarien. Das hier hätte sich wohl niemand auch nur annähernd so ausdenken können.

Aber back to Xmas & Silvester. Was machen wir denn nun?

Gestern Abend kam mir eine Idee (als ich mal wieder durch die Küche rockte).
Was wenn wir doch alle gemeinsam feiern???
KONTAKTLOS – nicht beinander, jedoch miteinander.

Wie soll das denn gehen? Nein, ich meine weder ViKo’s (= Videokonferenzen) noch TelKo’s (= Telefonkonferenzen) – ja, die gibt’s auch, aber nö, die meine ich nicht.

Nun, man kann kontaktlos zahlen, kontaktlos Freunde finden (dazu in Kürze in einer weiteren Kolumne mehr), ja sogar quasi kontaktlos schwanger werden. Warum also nicht einen Weg finden, Advent, Weihnachten und den Jahreswechsel nicht allein verbringen zu müssen.

Was wäre, wenn alle (die wollen) sich auf einen Radiosender einigten, diesen laut einstellen und dann die Fenster öffnen, auf den Balkon oder in den Garten gingen und tanzen, singen, spüren, dass auch andere da sind, in der Straße, im Haus, im Nachbargarten. Einen Glühwein in der Hand (gern auch ohne Alkohol) mit “Mann und Maus” (gleichbedeutend mit Partner*In, Kinder/n, Hund, Katze etc. p.p.) oder eben allein auf das Leben anstoßen, auf die Zukunft, die Hoffnung, die Medizin und darauf, dass wir all das hoffentlich gesund überstehen werden.

Vielleicht könnte so diese wunderbare Vorweihnachtszeit einfach ein wenig fröhlicher, kontaktlos geselliger werden. Ja, das mit dem 20-Uhr-Klatschen hatten wir schon. Und ja, auch im ersten LoDo wurde über Balkone hinweg gemeinsam musiziert und geträllert.
Nun geht es um Party mit Abstand und Anstand. Ein Versuch wäre es allemal wert.

Bekloppte Idee? Ich habe nur laut gedacht 🙂

Published inKolumne

Ein Kommentar

  1. Mischer

    Bekloppte Idee?
    Mag sein, wenn man nicht die richtige Nachbarschaft hat…
    Ansonsten wunderbar, find ich gut.

    Zu Sylvester waren wir immer mit guten Freunden unterwegs, im Engel´s Brunch einen drauf machen, aber diesmal wohl nicht…
    Wir werden vielleicht die Variante “back to the roots” wählen, d.h. den Jahresübergang wie zu meiner Kindheit feiern:
    Ab zu Mama und Schwester, Tischgrill an. Danach Brettspiele und/oder Roulette mit viel Lachen und lauter Musik. Um Mitternacht dann Sekt, Pfannkuchen und Bleigießen (ich habe bestimmt wieder einen Klumpen, aber da steht mal wieder nix drüber in der Auswertung) und UMARMEN!
    Und was soll ich sagen:
    Ich habe damit kein Problem…
    Mein Papa ist leider schon seit 3 Jahren tot und meine Mama seitdem an diesem besonderen Tag mehr oder weniger allein.
    Vielleicht diesmal nicht und wir rocken die Bude, vielleicht….
    So hätte diese Sch… Krise auch was Gutes.

    Und ich befürchte, der Spuk ist bis nächsten Herbst noch nicht vorbei…
    Aber hier würde ich mich gerne irren.

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