Kate@eight – Zu viele Hochzeiten?

Meine Kolumne um 8


Da waren sie wieder meine zahlreichen Probleme, auch genannt „Baustellen“ oder „diverse Hochzeiten“, auf denen ich gleichzeitig zu tanzen beliebe. Ja, würden jetzt alle sagen, die mich kennen. Warum machste denn auch so vieles auf einmal und wo bleibst eigentlich du bei alledem?

Aber zurück zum Thema. Es ist Montag im Büro… es regnet – schon the hole day long. Denk daran, Kate, heute Abend haste noch einen Termin! Schulkonferenz nennt sich das Ganze. Hatte ich noch nie, trotz drei Kindern und jeweils ein paar Jahren als Elternsprecherin. Ja, auch bei unserer süßen Nummer drei konnte ich den Arm nicht stillhalten und habe mich zum Dienst an der Elternfront gemeldet. Da war es wieder, dieses WARUM? Nun, ich habe gern Informationen aus erster Hand und es fällt mir nicht schwer, diese in aufbereiteter Form und homöopathischen Dosen weiterzugeben – kurz, ich liebe Kommunikation. Das damit weitere Pflichten verbunden sind, ist mir durchaus bewusst, auch wenn ich diese – zugegebener Weise – manchmal unterschätze. So wohl auch gestern. Schulkonferenz. Ich plane meinen Feierabend und bin pünktlich – trotz des morgendlichen S-Bahn-Chaos und strömenden Regens – zu Hause. Es bleibt sogar noch Raum für ein kleines Pläuschchen mit dem Gatten.  Bevor ich in die Wohlfühlklamotten springe, schubse ich noch schnell das Update auf dem Handy an… nicht wirklich Multitasking, aber ruckzuck. Auf dem Weg in die Küche ertönt ein nur kurzes, sehr bekanntes PING. By the way ein kurzer Blick aufs Display und: mein Adrinalinspiegel schnellt in die Höhe. 

Fu**, die Schulkonferenz! Beginn 18 Uhr! Aktuelle MEZ 18 Uhr. Während ich die Treppe hochsprinte, ruft mein mich liebender Göttergatte mir zu – ich fahre dich. Danke, ich liebe dich auch, Schatz. Ich, die gern Stunden in der Ankleide zubringt, schnappe mir Jeans (hä? wann habe ich denn zuletzt nach einer Jeans gegriffen?) und (m)ein maritimes Lieblings-Ringel-T-Shirt, keine Uhr, kein nix, schlüpfe in die weißen Sneaker, Jacke, Handy, Notizbuch – färtsch. Es ist 10 nach 6, ich irre durchs Schulgebäude. Wo ist nur diese verflixte Sitzung? Ah, organisierte Mutter hat die Einladung zufällig im ad-hoc geschnappten Notizbuch. Also: 1. Stock. Und endlich betrete ich den Raum… alles easy, alles gut. Schnauf. Warum nur, tue ich mir das immer wieder an? Weil es ja auch irgendwie Spaß und mich glücklich macht.

Eine Stunde später – ich könnte anrufen, um mich vom Ehemann abholen zu lassen – laufe ich viel lieber ganz entspannt durch den Regen nach Hause. Einfach, weil ich es kann.

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