Zwischen Liebe, Duft & Mode

MADEMOISELLE COCO UND DER DUFT DER LIEBE
von Michelle Marly

  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch;
  • Auflage: 8. (16. Februar 2018)
  • 496 Seiten
  • Band 5 der Reihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“

„Auf der Suche nach l’eau d‘amour.
Paris, 1919: Coco Chanel ist es gelungen, ein erfolgreiches Modeunternehmen aufzubauen. Doch als ihr Geliebter Boy Capel bei einem Unfall stirbt, ist sie vor Trauer wie gelähmt. Erst der Plan, ihrer Liebe zu ihm mit einem Parfüm zu gedenken, verleiht ihr neue Tatkraft. Auf ihrer Suche danach begegnet sie dem charismatischen Dimitri Romanow. Mit ihm an ihrer Seite reist Coco nach Südfrankreich, in die Wiege aller großen Düfte, und kommt schon bald dem Duft der Liebe auf die Spur.
Coco Chanel – eine einzigartige Frau und eine große Liebende. Dies ist ihre Geschichte.“

PRESSESTIMMEN

  • „Beeindruckend und aufschlussreich erzählt.“ Märkische LebensArt
  • „Authentisch Erzählt wird das Leben der einzigartigen Stil-Ikone und ihrer großen Leidenschaft.“ Das Magazin
  • „(…) spannend, wie das Leben der Bohème im Paris der 20er Jahre.“ Märkische Allgemeine Zeitung
  • „Michelle Marly hat eine spannende, gut recherchierte, faszinierende Romanbiografie über Coco Chanel geschrieben.“ Aachener Zeitung

MEINE REZENSION

Keine Ahnung warum, aber dieser Roman hat mich geerdet, obgleich er inhaltlich in einer ganz anderen Liga und Zeit spielt. Wie eine heimliche Beobachterin folgte ich Gabrielle ‚Coco‘ Chanel durch eine turbulente Phase der Verluste, der Liebe, der Mode, der Suche und des Findens. Dabei fühlte ich mich jedoch nie wie eine Voyeurin, sondern wie eine unsichtbare Freundin. Ich erhielt Einblicke in das Leben und Schaffen einer ganz besonderen Person, die mich schon immer faszinierte. Nicht, weil ich ihre Mode so unglaublich, so unwiderstehlich finde, sondern weil sie mich mit ihrer Kraft und ihrem unerschütterlichen Willen beeindruckt.

Coco Chanel (rechts ein Foto aus dem Jahre 1928) starb 1971, in dem Jahr, in dem ich in ihrem Sternzeichen geborenen wurde. Sie kam am 19. August 1883 in ärmlichen Verhältnissen in Saumur, Pays de Loire, in Frankreich zur Welt und prägte später die Modewelt wie keine andere Frau ihrer Zeit mit ihrem legendären kurzen Bob, ihrem Stil-Bruch mit allen Konventionen – sei es ihre Art zu leben, zu lieben oder zu arbeiten. Sie blieb zeitlebens unverheiratet, ohne Kinder.

Während der Lektüre reist der Leser/die Leserin quer durch Frankreich, verweilt in Paris, dann wieder an der Côte d’Azur, in der Provence und kommt zurück nach Paris. Ich war mit Coco im Theater, im Casino, im Atelier, in diversen Hotels und in ihrem zu Hause. Ich lernte ihre Freundin Misia und ihre Liebhaber kennen. Ich begleitete die Modeschöpferin durch eine Zeit der tiefen Trauer nach dem schmerzlichen Verlust ihres Seelenverwandten und Geliebten Arthur ‚Boy‘ Chapel, auf ihrer Reise in die eigene Vergangenheit, bei ihrer Suche nach DEM einen Parfum, diesem Duft ihrer großen Liebe. Und: ich langweilte mich dabei zu keiner Zeit. Vielleicht war es die feinfühlige Sprache der Autorin, die nie aufgesetzt wirkte oder übersensibel, zugleich feinfühlig genug ist, um Coco zu verstehen.

Ich fragte mich gen Ende der Lektüre, noch vor dem Nachwort, das die Geschichte näher beleuchtet, wieviel Wahrheit in der Story läge und googelte auf Wikipedia. Die Autorin hat sich tatsächlich der bekannten Fakten bedient, viel recherchiert, zusammengetragen und selbstverständlich auch etwas spekuliert. Doch zu keiner Zeit wirkte das Gelesene auf mich fiktiv, sondern durchaus real. Es ist keine Biografie und liest sich auch nicht so. Ich empfand es als irgendwie dazwischen, als einen authentischen Roman? Nun gut, ich musste weder weinen noch lachen, aber ich war durchaus gefesselt. Die 1920er waren eine aufregende, schwierige Zeit – vor allem für Frauen.

Mein
Chanel
&
meine
Perlen

Dieser Glamour, der eine Marke umschwebt, sie verzaubert und damit vielleicht auch die Trägerin / den Träger derselben … Wer kennt das nicht? Und wer könnte von sich behaupten, komplett unempfänglich für derlei Reize zu sein.
Und ja, wie oben zu erkennen, auch ich liebe Chanel und Perlen:
– bin allerdings nicht mehr Mademoiselle, sondern Madame,
– stehe nicht auf No.5, sondern Chance Eau Tendre und
– trage keinen echten Schmuck der Romanovs, sondern solide Kunst-Perlen.

Danke an die Autorin Michelle Marly für diesen Einblick und all ihre Mühe und Danke an den Aufbau-Verlag für die Übersendung eines Rezensionsexemplar, das Lust auf die anderen Romane aus der Reihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“ macht:

  • „Madame Picasso“ von Anne Girard, Bd.1
  • „Die Tochter des Malers“ von Gloria Goldreich, Bd.2
  • „Die Tänzerin von Paris“ von Annabel Abbs, Bd.3
  • „Die Malerin“ von Mary Basson, Bd.4
  • „Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe“ von Michelle Marly, Bd.5
  • „Die Muse von Wien“ von Caroline Bernard, Bd.6
  • „Die Dame in Gold“ von Valérie Trierweiler, Bd.7
  • „Marlene und die Suche nach Liebe“ von von C. W. Gortner, Bd.8
  • „Madame Piaf und das Lied der Liebe“ von Michelle Marly, Bd.9
  • „Die Malerin des Nordlichts“ von Lena Johansson, Bd.10