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Power-Urlaub


Power-Urlaub? Was ist das? Wo bekomme ich das? Gibt’s das auf Rezept?

Ein paar Stunden, gern vierundzwanzig davon, besser achtundvierzig Stunden Auszeit. Das meine ich damit. Nicht mehr und nicht weniger.

  • Wo? Das kann überall sein. Nur nicht in den eigenen vier Wänden.
  • Was? Es müssen keine fünf Sterne sein, ein Kinoabend tut’s auch.
  • Wie? Nichts tun, sich treiben lassen, bis mittags schlafen, essen, spazieren, reden oder schweigen, lesen oder schreiben.
  • Wann? Von Freitag auf Samstag oder gern auch bis Sonntag oder einfach an einem Abend der Woche.
  • Wer? Mit jemanden, den Ihr liebt und notfalls mit Euch selbst, wenn Ihr Euch leiden mögt.

Soweit zur Theorie. Nun zur Praxis. Nach etlichen Jahren der liebevollen “Aufzucht” der geliebten Kinderschar, wurde es langsam aber sicher Zeit, an sich zu denken, Kraft zu tanken, das Leben zu entdecken und zu genießen. Ein erster Schritt – ein Wochenende, eine Nacht, einen Abend pro Monat nehmen wir uns (oder ich mir, wenn kein WIR da) – ohne schlechtes Gewissen, ohne Reue, ohne Zweifel. Dazu gehört natürlich, dass die Nachkommenschaft bestens versorgt, gesund und munter ist.

Ihr werdet sehen. Zunächst sind die Augen groß, doch dann genießen auch die “Kleinen” die Auszeit und wissen, diese für sich zu nutzen. Anfangs waren da noch “Rabenmutter-Gefühle”. Inzwischen weiß ich, dass ich es kann und sie auch. Zumal die Zwerge mehrfach davon profitieren…
Zum Einen durch die frei gestaltbare Zeit und zum Anderen durch tiefenentspannte Oldies, die sie danach wieder umsorgen, hegen, pflegen und innig an ihr großes Vater-/Mutterherz drücken, weil sie einem eben doch fehlen…

Precise-Hotel am Schwielowsee bei Werder / Potsdam nahe der Hauptstadt

Dabei herauskommen kann beispielsweise ein Mini-Urlaub wie dieser hier im Precise Resort am Schwielowsee. Und bei Buchung auf Seiten wie secret escapes lässt sich auch mal der eine oder andere Taler sparen. Doch auch bei verlockenden Angeboten wie diesem ist sicherlich nicht alles Gold, was glänzt – in aktuellen Fall der Spa-Bereich und einige andere Dinge. Aber hey, wir wollen mal nicht kleinlich sein, wir haben eine Auszeit, ein großes Bad und ein riesiges Zimmer mit Seeblick…

Nach solchen seltenen Wochenende werde ich oft am Montag darauf gefragt, wie macht ihr das? Warum könnt ihr das? Nun, das ist eine Werte-Diskussion, die an dieser Stelle zu weit führen würde und die jede/r mit sich selbst ausmachen muss oder mit seinem/ihrem Gegenpart und natürlich dem restlichen Familienrat.

Dabei ist eine Frage wie diese unausweichlich im Repertoire. Was ist mir wirklich wichtig? (Wow, schon fast philosophisch…)

  • Ein großes Haus?
  • Ein neues Auto vielleicht?
  • Perfekte Sauberkeit & Ordnung?
  • Feste Abläufe & Strukturen?
  • Kontrolle oder Vertrauen?

Ja, auch mir ist Wohnen wichtig. Nein, das Auto ist es eher nicht. Sauberkeit und Ordnung lassen sich auch delegieren und anders organisieren. Inzwischen mag ich Spontanität und neue Abläufe. Und ja, ich habe Vertrauen und bekomme selbiges entgegengebracht.

Nehme ich all das zusammen, ergibt sich daraus womöglich die Chance auf eine Power-Entspannung in einem Power-Mini-Urlaub, der – ähnlich wie ein Power-Nap am Nachmittag – viel mehr für mich ist und so ganz anders als der alljährliche große Sommer- oder Winter-Holiday. Auf derartigen familiären Events ruhen nämlich zumeist riesige Erwartungen, die niemand je wirklich erfüllen kann und wird. Vorprogrammiert sind daher Reibereien und Enttäuschungen auf allen Seiten.

Nach meinem persönlichen Empfinden relativiert sich genau dieses Big-Urlaubs-Phänomen durch Mini-Auszeiten, die sich nicht nur auf zwanzig oder dreißig Tage im Jahr verteilen und demnächst auch mal gern mit Kids getestet werden.

Published inKolumne

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