Kate@eight – Jogging-Zeit

Sonntagmorgen halb 9 in Deutschland … Na gut, es ist schon kurz nach 9 Uhr – nach Dietmar Wischmeyer – im „Land der Bekloppten und Bescheuerten“ oder – wie immer wieder betont – im Land der Dichter und Denker. Ich mache auf die Socken und schüttel meinen Speck (Danke an Peter Fox) endlich mal wieder … Wow, das gibt heute reichlich Futter fürs Phrasenschweinchen.

Nun, jedenfalls tänzel ich guten Mutes mit meinen alten, neon-pinken Sportschlappen Richtung Park und begegne den ersten Lebewesen … Schafen. Ja, wir haben knapp 300m östlich des heimischen Anwesens einen Park, der von Frühjahr bis Herbst eine Schafherde beherbergt. Und diese gemütlichen, kuscheligen, wollenen, durchaus streng riechenden Gesellen tummeln sich heute früh auf kleineren Flächen entlang meiner favorisierten Jogging-Route um eben jenen Park. Ausser auf die gelangweilt dreinschauenden Wollknäuel treffe ich auf bettflüchtige Rentner, zum Teil als Radfahrer verkleidet, auf ziemlich übernächtigt ausschauende Väter mit schlafunwilligen Nachkommen in deren Kutschen und natürlich auf andere Jogger. Was ich an frühmorgendlichen Läufern schätze? Sie alle grüßen – mal mehr, mal weniger enthusiastisch, aber ein Winken oder Nicken oder gar fröhliches „Morjen“ ist schon drin. Man fühlt sich – unabhängig vom eigenen Fitnesslevel – durchaus und ganz spontan als ein geschätztes Mitglied einer kleinen, illustren Gemeinschaft, ohne sich persönlich zu kennen oder Smalltalk führen zu müssen. Einfach ein schönes Gefühl, nett gegrüßt zu werden oder? Und wo bitte findet sich noch sowas noch in dieser Weltstadt?

Ich meine, gehört zu haben, echte Biker sollen sich wohl auch grüßen (neben Bus- und Tramfahrern). Allerdings ignorierten mich die echten Motorradfahrer bisher immer, wenn ich ihnen auf meinem – klimafreundlichen – E-Moped begegne. Da ernte ich bisweilen eher mitleidige Blicke, obwohl ich auf den ersten Metern nach der Ampel schneller bin als sie – ätsch. Aber es sind ja auch nur ein paar Meter.

Apropos Fitnesslevel … ich fühle mich auf meiner Runde eher wie ein Schluffi nach dem langen, heißen Sommer und trotz etlicher Kilo weniger auf den Rippen. Ein Blick nach dem Sportausflug auf die – selbstverständlich per Handy-App mitgetrackte Zeit, zeigt mir jedoch das Gegenteil – sooooo langsam war ich doch gar nicht unterwegs.
Noch nicht der Burner und eher Schnecke statt Hase, aber es wird!

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