Fragezeichen

Über den Autor und weitere Mitwirkende: Laura Lay ist das Pseudonym von Antje Wagner. Antje Wagner, 1974 in Wittenberg geboren, ist bekannt für spannungsvolle Romane und Erzählungen für Jugendliche und Erwachsenen. Nach einem Studium der deutschen und amerikanischen Literatur- und Kulturwissenschaften in Potsdam und Manchester leitete sie von 2012 bis 2014 das renommierte Schreibzimmer Prosa am Literaturhaus Frankfurt. Die FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGS-ZEITUNG zählte Antje Wagner 2012 zu den »20 besten deutschsprachigen Autoren unter 40 Jahre«. Quelle: AMAZON.de

„Sein Erotikroman war ein Bestseller, aber das ist Jahre her. Jetzt steht Leon Walsky vor dem Ruin. Da überrascht ihn eine Unbekannte mit einem Angebot. Sie will ihn für erotische Storys bezahlen, verfasst nach ihren Ideen. Eine literarische Reise ins Begehren beginnt …
»Flamingofeuer« ist ein Buch im Buch, ein verführerisches Vexierspiel, das mit Witz und Verve Gewissheiten über erotische Rollenbilder zu Fall bringt.
“ (Klappentext)

MEINE REZENSION

Es gibt sehr gute und gute Bücher. Und es gibt die anderen.

Ich habe jedoch immer – wirklich immer – den allergrößten Respekt vor der Leistung einer Autorin oder eines Autors. Daher werde ich weder hier noch an anderen Stellen oder zu anderen Gelegenheiten einen Roman verbal in der Luft zerreißen. Das steht mir nicht zu. Aber meine Meinung, die darf ich sagen – zum Glück, denn wir leben in einem freien Land.

Nun, nach der Lektüre dieses Buches habe ich viele Fragezeichen im Kopf:

  • Was will mir die Autorin sagen?
  • Welche Message gibt es und wo finde ich die?
  • Gibt es überhaupt eine Message?
  • Bin ich – Achtung Phrasenschwein on tour – zu blond oder tatsächlich zu dumm, um sie zu finden oder überhaupt eine Bedeutung zu entdecken? (großes Sorry an alle echten und unechten blonden Damen und Herren)
  • Habe ich eventuell meine kostbare und seltene Lesezeit vergeudet?
  • Hätte ich nicht einfach das Buch weglegen und etwas anderes lesen sollen?
  • Habe ich mich von Titel & Cover verführen und blenden lassen?
  • Wenn ja, wie konnte all das passieren?

Kurzum, Besuchende meines Blogs und Lesende meiner Rezensionen und Kolumnen werden spätestens zu diesem Zeitpunkt skeptisch die Augenbrauen heben: „Was ist passiert?“
Nichts ist passiert.
Zu viel ist passiert.
Zu wenig passt zusammen.
Zu viel wirkt gewollt und konstruiert.
Und, das alles hat mich echt mitgenommen, fertig gemacht und ratlos zurückgelassen.

Eine Autorin schreibt über einen Autor, der nicht mehr schreiben kann. Punkt. Daraus entspinnen sich erotische und zum Teil abstruse Geschichten, die irgendwie alle miteinander verwoben sind, aber nur selten etwas mit mir gemacht haben, das nicht mit Fragezeichen, sondern mit Gefühlen zu tun hatte.
Nein, die Story war mir von Beginn an fremd und blieb es bis zum letzten Satz. Das ist unendlich schade, denn ich tauche in jede Lektüre vorurteilsfrei und motiviert ein. Daher lese ich auch erst hinterher die Rezensionen, die für diesen Roman überaus positiv sind und denen ich mich in diesem Fall leider nicht anschließen kann. Mein Vorschuss-Optimismus wurde ich nicht belohnt und dabei möchte ich es an dieser Stelle gern belassen.

Nichtsdestotrotz bedanke ich mich herzlich beim Ulrike-Helmer-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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